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Bleischrott

 

 

Typischer Bleischrott

Blei, mit der Ordnungszahl 82 und dem Symbol des Elements Pb (vom Lateinischen plumbum) ist ein chemisches Element und wird zu den Schwermetallen gerechnet.
Aufgrund seines niedrigen Schmelzpunkts und seiner leichten Verformbarkeit fand und findet es noch heute weite Anwendung in der Industrie.

Blei besitzt eine Dichte von 11,34 Gramm auf den Kubikzentimeter und einen Schmelzpunkt von 327, 502 Grad Celsius.
Die Elektronegativität wird beim Blei mit 2,33 auf der Pauling-Skala angegeben.
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Geschichte des Bleis:
Bereits früh in der Bronzezeit verwendete man Blei neben Arsen und Antimon zur Herstellung von Bronzen, bis später sich an seiner Stelle das Zinn durchsetzte.
Im alten Babylon kannte man bereits Blei-Vasen, wie Funde belegen und auch die Assyrer führten das Metall ein.
Im alten Rom wurde Blei zur Herstellung von Gefäßen sowie als Geschosse für Schleudern verwendet. Auch stellte man dort Plomben her, woher letztendlich auch der Name plumbum herrührt. Auch die berühmten Wasserleitungen der Römer wurden unter Verwendung von Blei hergestellt.
Bereits der altrömische Autor Vitruv warnte vor dieser Verwendung, da er schon damals das Blei für gesundheitsschädlich hielt und riet dazu, stattdessen Rohre aus Ton zu verwenden.
Nichtsdestotrotz war die Verwendung von Blei für Wasserleitungen bis in die 1970er Jahre gebräuchlich.

Auch späterhin fand der Werkstoff Blei eine weite Verwendung. So wurden zum Beispiel Scheiben von Fenstern damit eingefasst und auch das Militär benötigte Blei für die Patronen seiner Schusswaffen.

Blei spielte zudem in der Alchemie eine nicht geringe Rolle, da man es aufgrund seiner Konsistenz und seines ähnlichen Gewichtes als Grundlage zur Herstellung von Gold für geeignet hielt.
Im industriellen Zeitalter wurde Blei schließlich unter Anderem in der Chemischen Industrie für die Produktion von Schwefelsäure im Bleikammerverfahren verwendet.
Weitere Anwendung fand das Metall bei der Auskleidung von Anlagen, in welchen man Sprengstoff herstellte.
Doch auch im Handwerk kam Blei als wichtiges Material, wie zum Beispiel bei der Herstellung von Kaminabdeckungen durch gewalztes Blei auf dem Dach zum Einsatz. Weiter verwendete man Blei beim Verbund von Mauersteinen durch den Einguss von Klammern oder Dübeln sowie auch zur Befestigung von Treppengeländern an den Steinstufen.
Der klassische Buchdruck verwendete eine Bleilegierung bestehend aus 60 bis 90 Prozent Blei, als Restbestandteile galten Zinn und Antimon.
Seit 2006 ist Blei allerdings auch als Weichlot, welches zum Beispiel in der Elektrotechnik große Bedeutung hatte, verbannt.

Heute,

wird Blei in größeren Mengen beispielsweise in der Automobil-Industrie (60% des weltweiten Bedarfs) und in der chemischen Industrie (20%) verarbeitet.
Auch findet es Verwendung in Labors aufgrund seiner Fähigkeit, radioaktive Strahlung abschirmen zu können und dabei kostengünstiger und auch leichter zu verarbeiten ist als Metalle mit einer noch größeren Dichte. (Man denke dabei an die Bleischürzen, welche Patienten oder auch technisches Personal bei der Anfertigung von Röntgen-Aufnahmen zu tragen haben).

Man versucht heute, Blei aufgrund seiner Giftigkeit durch andere Elemente zu ersetzen, doch hat es weiterhin eine große Bedeutung aufgrund seiner Beständigkeit gegen Korrosion sowie der einfachen Verarbeitung und Herstellung. Auch der günstige Preis im Verhältnis zu Gold, Platin oder Wolfram spielt dabei eine nicht unwichtige Rolle.
Die größte Menge an Blei wird heute in Bleiakkumulatoren wie beispielsweise Autobatterien, verwendet, wobei der Vorteil eines solchen Blei-Akkumulators in der hohen Nennspannung von 2,06 Volt liegt.
Aufgrund seiner hohen Dichte ist Blei zudem zur Verwendung als Gewicht ideal. So wuchtete man beispielsweise bis im Jahre 2003 bei PKW-Neuwagen mit Gewichten aus Blei Autoräder aus.
Ab 2005 wurden dann auch bei Altfahrzeugen die Bleigewichte durch solche aus Zink oder Kupfer ersetzt.
Man kennt außerdem die Bleiketten der heimischen Gardinen oder die Bleigewichte an den Füßen von Tauchern. Auch im Schallschutz und der Stabilisierung von Schiffen findet Blei heute noch seine Anwendung.

Im Apparate- und Behälterbau wird Blei aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen beispielsweise Brom und Schwefelsäure als Schutz gegen Korrosion verwendet. Früher gebrauchte man es zudem zur Auskleidung von Boden und Wänden von Räumen, in welchen Nitroglyzerin produziert wurde.
Auch zur Ummantelung von Kabeln und Leitungen (Beispiel Telefonkabel) zum Schutz vor den zersetzenden Einflüssen der Umwelt wurde Blei vielfach verwendet, wobei es heute durch Kunststoff-Materialien weitgehend ersetzt wurde.
Ausnahme bilden Raffinerien, wo Kabel auch heute noch mit Blei gegen negative Einflüsse von Kohlenwasserstoffen geschützt werden.

Der Konus von Kathodenstrahlröhren bei Fernsehern und Bildschirmen von Computern besteht aus Bleiglas, welches bis heute noch nicht ersetzt werden kann. Dies hat seinen Grund in der Abschirmung der entweichenden, sogenannten ‚weichen‘ Röntgenstrahlung. Aus selbem Grund wird Bleiglas auch in der Radiologie beziehungsweise der Radioaktivitäts-Forschung benutzt.

Blei konnte bisher weltweit an etwa 130 Fundorten nachgewiesen werden. (Stand 2010)
In Deutschland wurde in der Vergangenheit an folgenden Orten Blei abgebaut:
Rescheid in den Gruben Wohlfahrt und Schwalenbach.
Mechernich in der Grube Günnersdorf.
Goslar (Rammelsfeld)
Freiberg in Muldenhütten.
Bad Ems (Holzappel).
Ramsberg (Sauerland).

Heute jedoch gilt das Recycling als bedeutendste Blei-Quelle. In Deutschland verhütten lediglich noch zwei Bleihütten aus Erz. Dies sind die Hütte Binsfeldhammer in Stolberg im Rheinland sowie Metaleurop in Nordenham (bei Bremerhaven).
In den restlichen Hütten wird das recycelte Blei, beispielsweise aus Autobatterien, aufgearbeitet.

Die Länder mit dem größten Verbrauch an Blei sind Deutschland, die USA, Japan und China.
Im Moment wird Blei an der Börse der Weltmärkte mit etwa 1 600 Euro die Tonne gehandelt.
Der Preis für Bleischrott beträgt etwa 600 Euro die Tonne.

Die Länder mit der größte Förderung von Blei sind in der Reihenfolge der Menge der Förderung:
China, Australien, USA, Peru, Mexiko, Kanada, Irland, Indien, Polen, Südafrika, Schweden, Kasachstan, Marokko, Russland, Iran, Nordkorea, Bulgarien, Türkei, Rumänien und Brasilien.

Die drei Länder China (950 000 Tonnen), Australien (642 000 Tonnen) und die USA (445 000 Tonnen) waren im Jahre 2004 die bedeutendsten Förderländer weltweit und sorgten gemeinsam für zwei Drittel des weltweiten Gesamt-Aufkommens der Förderung von Bleierz.

Die wichtigsten Länder der Produktion von Hüttenweichblei waren China (1,8 Millionen Tonnen), USA (1,2 Millionen Tonnen) und Deutschland (403 000 Tonnen). Dieser Anteil zusammengenommen stand für etwa 50 Prozent der weltweit produzierten Menge von 6,7 Millionen Tonnen.
In Europa sind Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich weitere wichtige Produzenten von raffiniertem Blei.

Fazit:
Gerade beim Blei ist das Recycling ein äußerst wichtiger Aspekt zur Gewinnung und Verarbeitung des immer noch in manchen Bereichen unersetzlichen Materials.

Vorsicht beim Umgang mit Blei!

Blei ist ein sehr gefährliches Gift welches unserem Körper schadet und die Blutbildung ja sogar das Nervensystem schädigt, Kinder sind besonders gefährdet weil die Folgen oft nicht rückgängig gemacht werden können!
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