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Zink

Geschichte des Rohstoffs Zink und der Zinkpreis

 

 

Regenrinnen und Fallrohre sind überwiegend aus Zink. Auch Dachabdeckungen aus Zink sieht mann immer öfter.

Der Mensch kennt das Metall bereits seit dem Altertum. Zu dieser Zeit wurde es jedoch lediglich als Legierung für Messing eingesetzt. Erst im 14. Jahrhundert wurde Zink als eigenständiger Werkstoff erkannt und verwendet. Seinen endgültigen Durchbruch erlangte das weiß-silberne Metall im 18. Jahrhundert zur Zeit der Protoindustrialisierung.Werbung:


  

Obwohl es häufiger als manch andere Metalle wie Blei oder Kupfer vorkommt, ist dessen Förderung dennoch nicht einfach, da es nur sehr selten in Reinform vorkommt, sondern häufig nur gebunden in Erzform. Das Zinkerz muss erst aufwändig aufgeschmolzen werden um das reine Zink zu gewinnen. In Deutschland sind bereits seit vielen Jahren alle Zinkvorkommen erschöpft. Die größten Lagerstaaten in denen nach wie vor Zink abgebaut wird liegen in den USA, China, Mexiko, Kanada, Australien und Peru.
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Verwendung von Zink

Zink findet vielfältige Anwendung in der Industrie. Es werden jährlich über 9 Mio. Tonnen Zink gewonnen. Das Metall ist besonders begehrt als Legieriungskomponente in Verbindung mit Aluminium, Kupfer oder Magnesium. Um Eisen- und Stahlprodukte vor Korrosion zu schützen, wird ebenfalls häufig Zink eingesetzt. Zinkstahl wird durch verschiedene Prozesse wie Feuerverzinkung, Spritzverzinkung und Bandverzinkung gewonnen. Außerdem ist es ein wichtiger Bestandteil nicht wiederaufladbaren Batterien aller Art.

Aber auch in Bauwesen und Architektur erfreut sich das Metall umfangreicher Verwendung in Form von Zinkblech. Hier kommt jedoch kein reines Zink zum Einsatz sondern eine Titanzinklegierung, welche besonders korrosionsbeständig und wesentlich weniger spröde ist. Zinkbleche sind daher vor allem für den Dachbau, Fassadenverkleidung, Fallrohre, Regenrinnen aber auch Fenster geeignet. Einen weiteren Zweig macht die Verwendung von Zink in der Pharmaindustrie aus, denn Zink ist außerdem ein lebenswichtiger Mineralstoff im menschlichen Körper und ist vor allem in Salben vorzufinden.

Die große Beliebtheit und breite Anwendung des Metalls liegt in seiner Langlebigkeit begründet. Korrekt bearbeitet und später geringfügig gewartet, können Zinkbleche bis weiter über 100 Jahre eingesetzt werden und sind trotzdem nur selten zu warten. Trotz dieser Langlebigkeit wird aber auch aus Zink irgendwann Zinkschrott, der dann verkauft oder neu aufbereitet werden kann.

Der Zinkschrott

Beim Schrotthändler wird Zink in verschiedene Sorten eingeteilt. Zum einen ist dies reines Zink, bzw. solches ohne Lot, wie z.B. bereits erwähnte Zinkbleche (ohne Lötzinn). Sauberes Zink ist meist silbermatt oder gar silbrig glänzend. Auf der anderen Seite gibt es aber noch Altzink. Von dieser Sorte spricht man, wenn es sich um bereits verwendetes Zink handelt und dieses Gebrauchspuren oder Verbindungen mit anderen Stoffen aufweist. Unter anderem haften hier oft noch Zinkschrott und andere Materialien wie Blei, Öle, Fette, Pappe oder Kunststoffe an.

Typischer Zinkschrott

Altzink kann aber trotz Gebrauchspuren und Anhaftungen beim Schrotthändler verkauft werden. Soll ein besser Preis erzielt werden, wird jedoch empfohlen vorher das reine Zink von allen überfälligen Materialien zu entfernen. Außerdem wird Altzink ohne vorherige Trennung nur angekauft, wenn die überschüssigen Anhaftungen in der Masse nicht überwiegen. Viel verwendete Zinkdachrinnen eignen sich daher nur bedingt zum Verkauf, da diese sehr häufig mit Farbe übermalt oder gar fest lackiert sind. Das Ablösen der Farbe erweist sich häufig als Problem und nicht restfrei. Eine Entfernung erwähnter Restmaterialien wird dennoch empfohlen, sofern man ausschließlich nur auf Altzink zurückgreifen kann.

 

Die aktuelle Zinkpreisentwicklung und die Rolle Chinas

 

 

China exportierte bereits im Januar 2007 eine unglaubliche Menge 43.746 Tonnen an Zink. Doch Fachleute und die Finanzwelt verzeichneten ab Februar 2007 eine eher beunruhigende Entwicklung. Seit Februar 2007 exportierte das Land nur noch knapp 30.000 Tonnen des begehrten Metalls und schon einen Monat später lediglich 13.500 Tonnen Zink. Wie ist diese äußerst rapide und eigenartige Entwicklung zu begründen? Chinas Konjunktur steigt immer weiter und so kam es, dass das Land immer mehr selbst Zink verbraucht, als es exportieren kann.

Diese Entwicklung lässt eine mögliche Spekulation zu. Trotzdem die Volksrepublik China nach wie vor Zinkproduzent Nummer 1 auf der Welt ist, importiert es mehr, als es exportieren kann, da der Eigenbedarf inzwischen derart angestiegen ist. Die Auswirkungen auf den internationalen Metallmarkt an der Londoner Metall Exchange (LTE) sind enorm. Im März 2007 wurde der Zinkpreis noch mit 1,43 USD/Pfund angegeben, bereits einen Monat später nachdem Chinas Import-Export-Entwicklung erkennbar wurde, stieg der Zinkpreis stetig an. In den Folgemonaten (Mai-Juni 2007) stieg der Preis auf über 1,65 USD/Pfund an. Nachdem rapiden Aufstieg der Metallpreise im Sommer 2007 sank der Wert des Metalls auf ein Rekordtief Anfang 2009 wieder ab. Die Angaben in USD/Pfund resultieren aus der Notierung der Metallpreise der LTE.

Seit April 2009 ist bis heute wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen. Zwischen 2010 und 2011 pendelt der Zinkpreis stets zwischen 1.500 € und 1.800 € je Tonne. Im ersten Quartal 2011 wurde wieder ein sinkender Preistrend verzeichnet. ( Den aktuellen Preis erfahren Sie auf der Startseite ) Viele Staaten hatten in den Jahren zwischen 2007 und 2012 anscheinend erkannt, dass ein gewisser Überschuss erwirtschaftet werden müsse. Aus volkswirtschaftlicher Sicht hat dieser vom International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) notierte Überschuss von 1,5 % zu eben jenem leichten negativen Preiskurs geführt (geringer Angebotsüberschuss). Im Gegensatz zu Stahl und Kupfer ist bei Zink laut Rohstoffanalysten in diesen und kommenden Jahr aufgrund des Überschusses kein großer Preisanstieg zu erwarten.

 

ZinkFördermengen in Zahlen:

1. China 2.390 Tausend Tonnen

2. Australien 1.298 Tausend Tonnen

3. Peru 1.209 Tausend Tonnen

4. USA 739 Tausend Tonnen

5. Kanada 736 Tausend Tonnen

 

Der größte Anteil des produzierten Zinks dient zum Verzinken von Eisenblech für Dachrinnen, Eimer, Drähten, Trägern und Rohren. Verzinkte Materialien ( Stahl ) neigen nicht zum rosten und sind somit gut gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Tipp:

Alte Regenrinnen sind oft mit Farbe übermalt worden, dagegeb können wir nicht viel tun, sorgen Sie aber dafür dass sich keine Anderen Metalle oder Anhaftungen daran befinden. Dies wird den Zinkpreis stabilisieren und Ihr Schrotti wird warscheinlich ein Auge zukneifen, ihnen also entgegenkommen. Bedenken Sie das Sie immer einen Verhandlungsspielraum haben, besonders dann wenn Sie eine grössere Menge an Materiall mitbringen.

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