Aktuelle Schrottpreise

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Zinnschrott

 

 

Typischer Zinnschrott.

Das Halbedelmetall Zinn gehört zu den Rohstoffen, deren Preise in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind. Gegenwärtig beträgt der Preis für eine Tonne Zinn 16933, 83 Euro (Stand 30.4.2012). Wie andere Rohstoffpreisen auch unterliegt der Zinnpreis starken Schwankungen. 4 Wochen vor oben genannter Notierung betrug der Zinnpreis 17063 Euro je Tonne. In den letzten 5 Jahren war ein Anstieg von über 60% zu verzeichnen.

Die starke Nachfrage führte auch zu einem starker Erhöhung der Preise für Zinnschrott.

1 Tonne Zinnschrott kostet derzeit 8600 Euro. Der Preisanstieg betrug auch hier mehr als 50%.

Eigenschaften von Zinn

 

Der Zinkenggel oder auch Bleiengel zeigt nicht immer die Qualität des Zinns an. Er ist kein Garant für die Qualität des Zinns.

 Zinn (lateinisch Stannum) nimmt innerhalb des Periodensystems der Elemente die Ordnungszahl 50 ein. Es ist gekennzeichnet durch einen relativ geringen Schmelzpunkt, 232 °C, und einen sehr hohen Siedepunkt, 2600° C. Es ist ziemlich reaktionsträge, und unter normalen Temperaturverhältnissen ist es beständig gegen Wasser und Luft. Auch gegenüber verdünnten Säuren ist es relativ beständig. Erst unter starker Erhitzung verbrennt es zu Zinndioxid.
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Das silbrig-weiße Metall ist zudem sehr weich. Es lässt sich daher leicht verformen und verarbeiten. Eine weitere wichtige Eigenschaft von Zinn ist seine hohe elektrische Leitfähigkeit, weshalb es schon frühzeitig in der Elektroindustrie verwendet wurde.

Zinnvorkommen und Zinnförderung

Hinsichtlich seines Vorkommens in der Natur nimmt Zinn die 31. Stelle ein. Dieses Metall, das sehr selten in gediegener Form vorkommt, findet sich vor allem in verschiedenen sulfidischen Mineralien. Der Zinnstein ist das wichtigste Zinnerz, das zur Zinngewinnung gefördert wird. Nach der Aufbereitung des Zinnerzes wird der reine Rohstoff durch Seigern (Herausschmelzen des Metalls) oder durch komplizierte elektrolytische Verfahren aus diesem gewonnen.

Die wichtigsten Förderländer sind China, das mit 32% Anteil an der Weltfördermenge führend ist, Peru mit 25 % und Indonesien mit mehr als 22%. In Europa wird Zinn vor allem In Russland, Spanien und Portugal abgebaut. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass nach vorsichtigen Schätzungen sich im Erzgebirge das größte unerschlossene Zinnvorkommen der Welt befinden soll. Es handelt sich dabei um 180000 Tonnen reines Zinn, die nach ersten Erkundungsbohrungen im Zeitraum November 2011 und April 2012 in der Nähe der Orte Geyer und Gottesberg vermutet werden. Der wirtschaftlichen schwachen Erzgebirgsregion wäre zu wünschen, wenn es an die jahrhundertealte Bergbautradition, wozu auch der Abbau von Zinn seit dem frühen Mittelalter gehört, anknüpfen könnte.

Technische und kunstgewerbliche Verwendung

Schon in der Antike wurde Zinn in Form von Bronzelegierungen für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen verwendet. Aus diesem Material wurden in der Vergangenheit viele Kunstwerke geschaffen. Bronzestauen aus der Antike und den nachfolgenden Kunstepochen gehören zu den wertvollsten Schätzen des Weltkulturerbes.

Im Mittelalter diente Zinn vor allem zur Herstellung von Geschirr. Heute spielt diese Art der Verwendung im Kunsthandwerk noch eine große Rolle. Auch Spielzeug in Form von Zinnsoldaten wurde früher aus diesem Rohstoff gefertigt. Eine besondere Verwendung fand und findet das weiche Metall bei der Anfertigung von Orgelpfeifen.

Da es ein idealer Korrosionsschutz ist, werden korrosionsgefährdete Metalle mit einer Schicht von Zinn überzogen. In der Elektroindustrie und im Handwerk wird Zinn wegen seiner sehr guten elektrischen Leitfähigkeit als Lötmaterial verwendet. In der Lebensmittelindustrie findet es Verwendung zur Herstellung von Verpackungen für Getränke und leicht verderbliche Waren. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden daraus Konservendosen für Fisch und Fleisch hergestellt. Ein weitere traditionelle Verwendung ist die bei der Herstellung von Silberpapier und Silberfolie. In Form von Weißblechcontainern dient es als Verpackungsmittel für den Transport von Lebensmitteln und Flüssigkeiten jeder Art. In der chemischen Industrie wird Zinn bei der Herstellung von Kunststoffen als Stabilisator benutzt. In Amalgamen für Zahnfüllungen verwendet findet es in der Dentaltechnik Anwendung.
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