Gold

 

Der Begriff Gold stammt aus dem indogermanischen Sprachgebrauch und bedeutet soviel wie „glänzend“ oder „gelb“. Seinen Namen erhielt es durch die Tatsache, dass es neben Kupfer eines der seltenen farbigen Metalle ist, die unter den Edelmetallen existieren.

Es handelt sich um ein chemisches Element, das bereit seit mehreren Jahrhunderten für Schmuck, sowie rituelle Gegenstände verwendet wird. Ab dem 6. Jahrhundert vor Christus begannen Menschen Gold in Form von Münzen zu pressen, um diese als Zahlungsmittel zu verwanden. Seitdem gehört das Element auch zu den Münzmetallen. Auf der Elemententafel trägt es das Symbol Au, das sich von dem lateinischen Wort Aurum ableitet, das ebenfalls Gold heißt. Seine Ordnungszahl ist die 79. In der Lebensmittelindustrie findet Gold sogar als Zusatzmittel seinen Einsatz und trägt hierbei die E-Nummer E175.




Wichtige Fakten und Daten über Gold

In der Natur handelt es sich bei Gold um ein gediegenes Mineral. Es besitzt eine Härte von 2,5 – 3, weist eine metallisch-gelbe Farbe auf und verfügt über die gleiche Strichfarbe. Im kubischen Kristallsystem kristallisiert es zudem. Abhängig von der Korngröße ist es bei einer feinen Verteilung gelblich, kann jedoch auch purpurviolett oder ockerbraun wirken. Passend wird hierbei auch von Goldpurpur gesprochen. Die Farbintensität bei Feingold sinkt stetig bei zunehmender Temperatur. Bevor es schmilzt, erreicht Gold eine hellgelbe Farbe. Nach dem Schmelzpunkt ist es in seiner flüssigen Form zitronengelb, kann jedoch auch leicht grünlich wirken. Kühlt Gold ab und erlangt seine natürliche Form wieder, erscheint es erneut in der bekannten gelborangenen Farbe.

Wird Kupfer zu Gold hinzugegeben, verfärbt es sich meist leicht rosa oder rötlich. Zudem wird die Schmelztemperatur gesenkt und Härte, Polierbarkeit, sowie die Festigkeit verstärkt. Bei steigenden Silberanteilen ändert sich die ursprüngliche Farbe des reinen Goldes erst von hellgelb nach grün bis zu einem nahezu reinem Weiß. Im Gegensatz zu Kupfer wird weder die Schmelztemperatur noch die Härte durch die Hinzugabe von Silber verändert. Bei nahezu allen restlichen Metallen führt das Beimischen jedoch lediglich zu einer Entfärbung und sorgt für ein Gold, das eher schmutziggelb bis grauweiß wirkt.

Gold ist besonders gut zu verarbeiten, da es im Gegensatz zu vielen anderen Metallen äußerst reaktionsträge ist. Dies bedeutet, dass es trotz Weiterverarbeitung seinen Glanz und seine Farbe beibehält. Auch in der Natur ist es aus diesem Grund sehr leicht zu erkennen. Durch Verwitterungen oder aber Erosion lagerte sich das goldhaltige Gestein oft am Boden von fließenden Gewässern ab. Dies prägte auch das Bild der Goldsucher im wilden Westen, die meist mit einer Art Sieb bewaffnet am Fluss saßen und das Wasser siebten.

An der Erdkruste weist Gold einen Bestandteil von ungefähr 0,01 ppm auf. Dies entspricht einem verschwindend geringen Prozentsatz von 0,000001. Da jedoch bei echtem Gold ein sehr hoher Preis gezahlt wird, lohnt es sich bereits bei einem niedrigen Goldgehalt das Edelmetall zu bergen.




Der Einfluss auf den Goldpreis

Wie hoch der Preis des Goldes ist, liegt in den Händen des offenen Marktes. Bereits seit dem 17. Jahrhundert bestimmt der „London Bullion Market“ den Goldpreis. Im Jahre 1919 trafen sich zum ersten Mal die wichtigsten Goldhändler, um während einer Besprechung den Preis formal festzuhalten und zu fixieren. Damit der aktuelle Goldpreis mit dem Öffnen der Börsen festgelegt ist und somit stets aktuell ist, findet seit dem Jahre 1968 ein tägliches Treffen stand, das über den aktuellen Goldwert bestimmt.

Fundamentale Marktdaten sind für den aktuellen Goldpreis ausschlaggebend. Dazu zählen beispielsweise die Relation zwischen Angebot und Nachfrage. Doch genauso können Emotionen einen hohen Einfluss auf den aktuellen Wert des Metalls ausüben. Kurzfristige Ereignisse, die sich auf das Gold auswirken können, oder aber langfristige Erwartungen beeinflussen den Preis des Goldes zusätzlich maßgeblich. Da Gold überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, übt dessen Kurs eine hohe Beeinflussung auf den Wert des Metalls aus. Doch auch der aktuelle Ölpreis beeinflusst den Goldpreis.

Die Verarbeitung von Gold

Allein die Schmuckindustrie verarbeitet heutzutage bis zu 85% der bestehenden Goldproduktion. Weitere 12% finden im Bereich der Elektronik, Optik und Medizin ihren Einsatz. Die restlichen 3% der Goldproduktion fristen ihr Dasein in den Banken, wo sie in Tresoren verwahrt werden.

Wieso Gold so begehrt ist

Börsenpreis Gold
Gold Börsenpreis, kein Ankaufspreis beim Händler

Wo liegt das Geheimnis des Goldes, dass es so ungemein begehrt und kostspielig ist? Die Gründe hierfür sind vielseitig.

Gold verfügt über viele positive Eigenschaften. So strahlt und glänzt es, ist äußerst selten, lässt sich einfach bearbeiten, setzt keinen Rost an und strahlt ein besonderes Gefühl von Wertigkeit aus. All diese Merkmale haben bereits schon früh dafür gesorgt, dass sich die Menschen gerne mit dem Edelmetall geschmückt und etwas Besonderes in ihm gesehen haben. Zudem existiert kein anderes Material, dass das Leben des Menschen so stark beeinflusst hat. So wird beispielsweise in der Bibel von einem „goldenen Kalb“ erzählt, um das die Menschen in einer Art Rauschzustand getanzt haben sollen. Der Grund, das Gold heutzutage aus finanzieller Sicht so wertvoll ist, liegt darin, dass es im Gegensatz zu der hohen Nachfrage lediglich über ein recht geringes Vorkommen verfügt. Zudem genießt das Edelmetall eine Sonderstellung, viele Staatshaushalte sichern sich bis heute noch lediglich mit einem hohen Anteil an Gold ab. Besonders zu Zeiten immer stärker zunehmender Finanzkrisen gewinnt diese Art der Strategie an stetig wachsendem Gewicht.

Bedingt durch den hohen Preis von Gold reagierte der Handel bereits vor einigen Jahren und führte Imitationen ein. Für Legierungen wurden unedle Metalle hergestellt, die als Goldersatz dienen. Auch als Unterlage werden sie verwendet, wenn Doublés hergestellt werden. Meist handelt es sich hierbei um ungenormte Kupferlegierungen, die mit verschiedenen Zutaten angereichert sind. Doch auch Edelmetalle eignen sich, um aus ihnen Legierungen zu produzieren, die dem Gold sehr ähnlich scheinen, ohne es tatsächlich zu enthalten. Oftmals wird jedoch eine kleine Menge echten Goldes hinzugegeben, um die Legierung in Farbe und Stärke zu verbessern.